Wenn Menschen bereits als Kinder lernen, die Maßnahmen der Wiederbelebung zu beherrschen, wird langfristig der Anteil an geschulten Personen der Gesellschaft steigen, die im Notfall bereit und
Willens sind, effektiv zu helfen. Erfolgreiche Projekte u.a. in Skandinavien zeigen, dass die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern auch deshalb eine sinnvolle Möglichkeit darstellt, die
Quoten der Laienreanimation zu erhöhen, weil Schüler über Jahre wiederholt und sinnvoll aufbauend instruiert werden können. Zudem ist es wissenschaftlich gut belegt, dass Kinder vor der Pubertät
geringere Hemmungen gegenüber der Anwendung von Erster Hilfe aufweisen.
Ein Laienreanimationstraining an Schulen lässt sich, angepasst an das Alter der Kinder, effektiv und mit wenig Aufwand einführen: Der deutsche Wiederbelebungsrat hat bereits im Jahr 2012 dieses
umfassende Ausbildungskonzept für den Reanimationsunterricht in Schulen veröffentlicht.
So
empfiehlt der deutsche Wiederbelebungsrat zwei Stunden jährliches Wiederbelebungstraining ab dem 12. Lebensjahr in allen Schulen weltweit. In diesem Alter reagieren Kinder besser auf Anweisungen
und lernen viel leichter anderen zu helfen. Ein Beginn in jüngeren Jahren bedeutet auch, dass Wiederbelebung wie Schwimmen oder Fahrradfahren ist: Kinder werden dann nicht mehr vergessen wie man
ein Leben rettet. Kenntnisse und Fähigkeiten in der Durchführung der Wiederbelebung können außerdem verbreitet werden, in dem die Kinder auch ihre Familie und ihre Freunde
ausbilden.
Keineswegs! Der schlimmste Fehler ist hier nichts zu tun. Keiner wünscht sich, eine Reanimation durchführen zu müssen, aber man kann leider genau in diese Rolle versetzt werden. Und nicht zu
wissen,was man tun soll, ist der Hauptgrund für eine spätere posttraumatische Belastungsstörung. Dies wird auch von der
Fachwelt bestätigt.